Sprüche Kap. 1 - 17


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DIE SPRÜCHE SALOMOS Kapitel 1 bis 17 (einschließlich) - > Ganze Seite: Luther 1912 (mit schneller Einbindung) <

Kapitel 1

Freundlicher Ruf der Weisheit

1  Dies sind die Sprüche Salomos, des Königs in Israel, des Sohnes Davids,
1.K￶n 5,9-12

2   zu lernen Weisheit und Zucht, Verstand

3   Klugheit, Gerechtigkeit, Recht und Schlecht;

4   daß die Unverständigen klug und die Jünglinge vernünftig und vorsichtig werden.

5   Wer weise ist der hört zu und bessert sich; wer verständig ist, der läßt sich raten,

6   daß er verstehe die Sprüche und ihre Deutung, die Lehre der Weisen und ihre Beispiele.

7   JAHWEHS Furcht ist Anfang der Erkenntnis. Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht.
Kap 9,10
; Ps 111,10; Hiob 28,28

8   Mein Kind, gehorche der Zucht deines Vaters und verlaß nicht das Gebot deiner Mutter.
Kap 6,20

9   Denn solches ist ein schöner Schmuck deinem Haupt und eine Kette an deinem Hals.
Kap 4,9

Warnung vor Verführung

10   Mein Kind, wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht.

11   Wenn sie sagen: "Gehe mit uns! wir wollen auf Blut lauern und den Unschuldigen ohne Ursache nachstellen;

12   wir wollen sie lebendig verschlingen wie die Hölle und die Frommen wie die, so hinunter in die Grube fahren;

13   wir wollen großes Gut finden; wir wollen unsre Häuser mit Raub füllen;

14   wage es mit uns! es soll unser aller ein Beutel sein":

15   mein Kind, wandle den Weg nicht mit ihnen; wehre deinem Fuß vor ihrem Pfad.

16   Denn ihr Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen.

17   Denn es ist vergeblich, das Netz auswerfen vor den Augen der Vögel.

18   Sie aber lauern auf ihr eigen Blut und stellen sich selbst nach dem Leben.

19   Also geht es allen, die nach Gewinn geizen, daß ihr Geiz ihnen das Leben nimmt.

Die Strafe der Ungehorsamen

20   Die Weisheit klagt draußen und läßt sich hören auf den Gassen;

21   sie ruft in dem Eingang des Tores, vorn unter dem Volk; sie redet ihre Worte in der Stadt:
Kap 8,1

22   Wie lange wollt ihr Unverständigen unverständig sein und die Spötter Lust zu Spötterei und die Ruchlosen die Lehre hassen?

23   Kehret euch zu meiner Strafe. Siehe, ich will euch heraussagen meinen Geist und euch meine Worte kundtun.

24   Weil ich denn rufe, und ihr weigert euch, ich recke meine Hand aus, und niemand achtet darauf,
Jes 65,2.12

25   und laßt fahren allen meinen Rat und wollt meine Strafe nicht:

26   so will ich auch lachen in eurem Unglück und eurer spotten, wenn da kommt, was ihr fürchtet,
Kap 3,34

27   wenn über euch kommt wie ein Sturm, was ihr fürchtet, und euer Unglück als ein Wetter, wenn über euch Angst und Not kommt.

28   Dann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich suchen, und nicht finden.
Jes 59,2; Micha 3,4

29   Darum, daß sie haßten die Lehre und wollten JAHWEHS Furcht nicht haben,

30   wollten meinen Rat nicht und lästerten alle meine Strafe:

31   so sollen sie essen von den Früchten ihres Wesens und ihres Rats satt werden.
Jes 3,10.11

32   Was die Unverständigen gelüstet, tötet sie, und der Ruchlosen Glück bringt sie um.
Kap 8,36

33   Wer aber mir gehorcht, wird sicher bleiben und genug haben und kein Unglück fürchten.
Kap 8,34

Kapitel 2

Der Segen des Trachtens nach Weisheit

1  Mein Kind, so du willst meine Rede annehmen und meine Gebote bei dir behalten,

2   daß dein Ohr auf Weisheit achthat und du dein Herz mit Fleiß dazu neigest;

3   ja, so du mit Fleiß darnach rufest und darum betest;
Jak 1,5

4   so du sie suchest wie Silber und nach ihr froschest wie nach Schätzen:

5   alsdann wirst du die Furcht JAHWEHS verstehen und Gottes Erkenntnis finden.

6   Denn JAHWEH gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Verstand.

7   Er läßt's den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen
Pred 7,29

8   und behütet die, so recht tun, und bewahrt den Weg seiner Heiligen.

9   Alsdann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frömmigkeit und allen guten Weg.

10   Denn Weisheit wird in dein Herz eingehen, daß du gerne lernst;

11   guter Rat wird dich bewahren, und Verstand wird dich behüten,

12   daß du nicht geratest auf den Weg der Bösen noch unter die verkehrten Schwätzer,

13   die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege,

14   die sich freuen, Böses zu tun, und sind fröhlich in ihrem bösen, verkehrten Wesen,

15   welche ihren Weg verkehren und folgen ihrem Abwege;

16   daß du nicht geratest an eines andern Weib, an eine Fremde, die glatte Worte gibt
Kap 6,24; 7,5; 5,3

17   und verläßt den Freund ihrer Jugend und vergißt den Bund ihres Gottes

18   (denn ihr Haus neigt sich zum Tod und ihre Gänge zu den Verlorenen;
Kap 5,5.6

19   alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder und ergreifen den Weg des Lebens nicht);

20   auf daß du wandelst auf gutem Wege und bleibst auf der rechten Bahn.

21   Denn die Gerechten werden im Lande wohnen, und die Frommen werden darin bleiben;
Ps 37,9.29; Matth 5,5

22   aber die Gottlosen werden aus dem Lande ausgerottet, und die Verächter werden daraus vertilgt.
Ps 37,10.22

Kapitel 3

Der Wert der Gottesfurcht und Weisheit

1  Mein Kind, vergiß meines Gesetzes nicht, und dein Herz behalte meine Gebote.

2   Denn sie werden dir langes Leben und gute Jahre und Frieden bringen;
Kap 4,10; 3.Mose 18,5

3   Gnade und Treue werden dich nicht lassen. Hänge sie an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,
Kap 6,21; 5.Mose 6,8; Jer 31,33

4   so wirst du Gunst und Klugheit finden, die Gott und Menschen gefällt.
Luk 2,52

5   Verlaß dich auf JAHWEH von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand;

6   sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.

7   Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte JAHWEH und weiche vom Bösen.
Jes 5,21

8   Das wird deinem Leibe gesund sein und deine Gebeine erquicken.
Kap 4,22

9   Ehre JAHWEH von deinem Gut und von den Erstlingen all deines Einkommens,
2.Mose 23,19

10   so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter mit Most übergehen.

Spr3,11 VOR 1866 => MEIN KIND, VERWIRF DIE ZUCHT JAHWEHS NICHT UND SEI NICHT UNGEDULDIG ÜBER SEINE STRAFE (WENN ER DICH ZURECHTWEIST);
Hiob 5,17-19; Hebr 12,5.6

12   Denn welchen JAHWEH liebt, den straft er, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.
Offb 3,19

13   Wohl dem Menschen, der Weisheit findet, und dem Menschen, der Verstand bekommt!
Matth 13,44

14   Denn es ist besser, sie zu erwerben, als Silber; denn ihr Ertrag ist besser als Gold.
Kap 8,10.19

15   Sie ist edler denn Perlen; und alles, was du wünschen magst, ist ihr nicht zu vergleichen.
Matth 13,45.46

16   Langes Leben ist zu ihrer rechten Hand; zu ihrer Linken ist Reichtum und Ehre.
V. 2

17   Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Friede.

18   Sie ist ein Baum des Lebens allen, die sie ergreifen; und selig sind, die sie halten.

19   Denn JAHWEH hat die Erde durch Weisheit gegründet und durch seinen Rat die Himmel bereitet.
Kap 8,24-30

20   Durch seine Weisheit sind die Tiefen zerteilt und die Wolken mit Tau triefend gemacht.

21   Mein Kind, laß sie nicht von deinen Augen weichen, so wirst du glückselig und klug werden.

22   Das wird deiner Seele Leben sein und ein Schmuck deinem Halse.
Kap 1,9

23   Dann wirst du sicher wandeln auf deinem Wege, daß dein Fuß sich nicht stoßen wird.

24   Legst du dich, so wirst du dich nicht fürchten, sondern süß schlafen,
Ps 3,6; 4,9

25   daß du dich nicht fürchten darfst vor plötzlichem Schrecken noch vor dem Sturm der Gottlosen, wenn er kommt.

26   Denn JAHWEH ist dein Trotz; der behütet deinen Fuß, daß er nicht gefangen werde.
Kap 10,29

27   Weigere dich nicht, dem Dürftigen Gutes zu tun, so deine Hand von Gott hat, solches zu tun.

28   Sprich nicht zu deinem Nächsten: "Geh hin und komm wieder; morgen will ich dir geben", so du es wohl hast.

29   Trachte nicht Böses wider deinen Nächsten, der auf Treue bei dir wohnt.

30   Hadere nicht mit jemand ohne Ursache, so er dir kein Leid getan hat.

31   Eifere nicht einem Frevler nach und erwähle seiner Wege keinen;

32   denn JAHWEH hat Greuel an dem Abtrünnigen, und sein Geheimnis ist bei den Frommen.
Ps 25,14

33   Im Hause des Gottlosen ist der Fluch JAHWEH; aber das Haus der Gerechten wird gesegnet.

34   Er wird der Spötter spotten; aber den Elenden wird er Gnade geben.
Kap 1,26; 1.Petr 5,5

35   Die Weisen werden Ehre erben; aber wenn die Narren hochkommen, werden sie doch zu Schanden.

Kapitel 4

Väterliche Mahnung zur Weisheit

1  Höret, meine Kinder, die Zucht eures Vaters; merket auf, daß ihr lernt und klug werdet!

2   Denn ich gebe euch eine gute Lehre; verlaßt mein Gesetz nicht.

3   Denn ich war meines Vaters Sohn, ein zarter und ein einziger vor meiner Mutter.

4   Und er lehrte mich und sprach: Laß dein Herz meine Worte aufnehmen; halte meine Gebote, so wirst du leben.
3.Mose 18,5

5   Nimm an Weisheit, nimm an Verstand; vergiß nicht und weiche nicht von der Rede meines Mundes.
Kap 3,1

6   Verlaß sie nicht, so wird sie dich bewahren; liebe sie, so wird sie dich behüten.

7   Denn der Weisheit Anfang ist, wenn man sie gerne hört und die Klugheit lieber hat als alle Güter.

8   Achte sie hoch, so wird sie dich erhöhen, und wird dich zu Ehren bringen, wo du sie herzest.

9   Sie wird dein Haupt schön schmücken und wird dich zieren mit einer prächtigen Krone.
Kap 1,9

10   So höre, mein Kind, und nimm an meine Rede, so werden deiner Jahre viel werden.
Kap 3,2

11   Ich will dich den Weg der Weisheit führen; ich will dich auf rechter Bahn leiten,
Ps 32,8; 27,11

12   daß, wenn du gehst, dein Gang dir nicht sauer werde, und wenn du läufst, daß du nicht anstoßest.

13   Fasse die Zucht, laß nicht davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben.

14   Komm nicht auf der Gottlosen Pfad und tritt nicht auf den Weg der Bösen.
Kap 1,10; Ps 1,1

15   Laß ihn fahren und gehe nicht darin; weiche von ihm und gehe vorüber.

16   Denn sie schlafen nicht, sie haben denn Übel getan; und ruhen nicht, sie haben den Schaden getan.

17   Denn sie nähren sich von gottlosem Brot und trinken vom Wein des Frevels.

18   Aber der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht, das immer heller leuchtet bis auf den vollen Tag.

19   Der Gottlosen Weg aber ist wie Dunkel; sie wissen nicht, wo sie fallen werden.
Kap 13,9; 24,20

20   Mein Sohn, merke auf meine Worte und neige dein Ohr zu meiner Rede.

21   Laß sie nicht von deinen Augen fahren, behalte sie in deinem Herzen.

22   Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und gesund ihrem ganzen Leibe.
Kap 3,8.13-16

23   Behüte dein Herz mit allem Fleiß; denn daraus geht das Leben.

24   Tue von dir den verkehrten Mund und laß das Lästermaul ferne von dir sein.

25   Laß deine Augen stracks vor sich sehen und deine Augenlider richtig vor dir hin blicken.

26   Laß deinen Fuß gleich vor sich gehen, so gehst du gewiß.
Hebr 12,13

27   Wanke weder zur Rechten noch zur Linken; wende deinen Fuß vom Bösen.
5.Mose 5,29

Kapitel 5

Warnung vor Unzucht

1  Mein Kind, merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre,

2   daß du bewahrest guten Rat und dein Mund wisse Unterschied zu halten.

3   Denn die Lippen der Hure sind süß wie Honigseim, und ihre Kehle ist glätter als Öl,
Kap 2,16-19

4   aber hernach bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidiges Schwert.

5   Ihre Füße laufen zum Tod hinunter; ihre Gänge führen ins Grab.

6   Sie geht nicht stracks auf dem Wege des Lebens; unstet sind ihre Tritte, daß sie nicht weiß, wo sie geht.

7   So gehorchet mir nun, meine Kinder, und weichet nicht von der Rede meines Mundes.

8   Laß deine Wege ferne von ihr sein, und nahe nicht zur Tür ihres Hauses,

9   daß du nicht den Fremden gebest deine Ehre und deine Jahre dem Grausamen;

10   daß sich nicht Fremde von deinem Vermögen sättigen und deine Arbeit nicht sei in eines andern Haus,

11   und müssest hernach seufzen, wenn du Leib und Gut verzehrt hast,

12   und sprechen: "Ach, wie habe ich die Zucht gehaßt und wie hat mein Herz die Strafe verschmäht!

13   wie habe ich nicht gehorcht der Stimme meiner Lehrer und mein Ohr nicht geneigt zu denen, die mich lehrten!

14   Ich bin schier in alles Unglück gekommen vor allen Leuten und allem Volk."

15   Trink Wasser aus deiner Grube und Flüsse aus deinem Brunnen.

16   Laß deine Brunnen herausfließen und die Wasserbäche auf die Gassen.

17   Habe du aber sie allein, und kein Fremder mit dir.

18   Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend.

19   Sie ist lieblich wie die Hinde* und holdselig wie ein Reh. Laß dich ihre Liebe allezeit sättigen und ergötze dich allewege in ihrer Liebe.
* Hirschkuh
Pred 9,9

20   Mein Kind, warum willst du dich an der Fremden ergötzen und herzest eine andere?

21   Denn jedermanns Wege sind offen vor JAHWEH, und er mißt alle ihre Gänge.

22   Die Missetat des Gottlosen wird ihn fangen, und er wird mit dem Strick seiner Sünde gehalten werden.

23   Er wird sterben, darum daß er sich nicht will ziehen lassen; und um seiner großen Torheit willen wird's ihm nicht wohl gehen.

Kapitel 6

Warnung vor Bürgschaft

1  Mein Kind, wirst du Bürge für deinen Nächsten und hast deine Hand bei einem Fremden verhaftet,
Kap 11,15; 17,8; 20,16

2   so bist du verknüpft durch die Rede deines Mundes und gefangen mit den Reden deines Mundes.

3   So tue doch, mein Kind, also und errette dich, denn du bist deinem Nächsten in die Hände gekommen: eile, dränge und treibe deinen Nächsten.

4   Laß deine Augen nicht schlafen, noch deinen Augenlider schlummern.

5   Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie eine Vogel aus der Hand des Voglers.

Warnung vor Trägheit

6   Gehe hin zur Ameise, du Fauler; siehe ihre Weise an und lerne!
Kap 10,4; 20,4

7   Ob sie wohl keinen Fürsten noch Hauptmann noch Herrn hat,

8   bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der Ernte.

9   Wie lange liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem Schlaf?

10   Ja, schlafe noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hände ineinander ein wenig, daß du schlafest,
Kap 24,33.34

11   so wird dich die Armut übereilen wie ein Fußgänger und der Mangel wie ein gewappneter Mann.

Warnung vor Bosheit

12   Ein heilloser Mensch, ein schädlicher Mann geht mit verstelltem Munde,
Kap 10,31.32

13   winkt mit Augen, deutet mit Füßen, zeigt mit Fingern,
Kap 10,10

14   trachtet allezeit Böses und Verkehrtes in seinem Herzen und richtet Hader an.

15   Darum wird ihm plötzlich sein Verderben kommen, und er wird schnell zerbrochen werden, da keine Hilfe dasein wird.

16   Diese sechs Stücke haßt JAHWEH, und am siebenten hat er einen Greuel:

17   hohe Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldig Blut vergießen,

18   Herz, das mit böser Tücke umgeht, Füße, die behend sind, Schaden zu tun,

19   falscher Zeuge, der frech Lügen redet und wer Hader zwischen Brüdern anrichtet.

Warnung vor Ehebruch

20   Mein Kind, bewahre die Gebote deines Vaters und laß nicht fahren das Gesetz deiner Mutter.
Kap 1,8

21   Binde sie zusammen auf dein Herz allewege und hänge sie an deinen Hals,
Kap 3,3

22   wenn du gehst, daß sie dich geleiten; wenn du dich legst, daß sie dich bewahren; wenn du aufwachst, daß sie zu dir sprechen.
Ps 119,172

23   Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein Licht, und die Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens,

24   auf daß du bewahrt werdest vor dem bösen Weibe, vor der glatten Zunge der Fremden.
Kap 2,16

25   Laß dich ihre Schöne nicht gelüsten in deinem Herzen und verfange dich nicht an ihren Augenlidern.

26   Denn eine Hure bringt einen ums Brot; aber eines andern Weib fängt das edle Leben.

27   Kann auch jemand ein Feuer im Busen behalten, daß seine Kleider nicht brennen?

28   Wie sollte jemand auf Kohlen gehen, daß seine Füße nicht verbrannt würden?

29   Also gehet's dem, der zu seines Nächsten Weib geht; es bleibt keiner ungestraft, der sie berührt.
Kap 5,10-14

30   Es ist einem Diebe nicht so große Schmach, ob er stiehlt, seine Seele zu sättigen, weil ihn hungert;

31   und ob er ergriffen wird, gibt er's siebenfältig wieder und legt dar alles Gut in seinem Hause.

32   Aber wer mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr; der bringt sein Leben ins Verderben.
1.Kor 6,18

33   Dazu trifft ihn Plage und Schande, und seine Schande wird nicht ausgetilgt.

34   Denn der Grimm des Mannes eifert, und schont nicht zur Zeit der Rache

35   und sieht keine Person an, die da versöhne, und nimmt's nicht an, ob du viel schenken wolltest.

Kapitel 7

Der Weg der Unzucht

1  Mein Kind, behalte meine Rede und verbirg meine Gebote bei dir.

2   Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen Augapfel.

3   Binde sie an deine Finger; schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.
Kap 3,3

4   Sprich zur Weisheit: "Du bist meine Schwester", und nenne die Klugheit deine Freundin,

5   daß du behütet werdest vor dem fremden Weibe, vor einer andern, die glatte Worte gibt.
Kap 2,16

6   Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter

7   und sah unter den Unverständigen und ward gewahr unter den Kindern eines törichten Jünglings,

8   der ging auf der Gasse an einer Ecke und trat daher auf dem Wege bei ihrem Hause,

9   in der Dämmerung, am Abend des Tages, da es Nacht ward und dunkel war.

10   Und siehe, da begegnete ihm ein Weib im Hurenschmuck, listig,

11   wild und unbändig, daß ihr Füße in ihrem Hause nicht bleiben können.

12   Jetzt ist sie draußen, jetzt auf der Gasse, und lauert an allen Ecken.

13   Und erwischte ihn und küßte ihn unverschämt und sprach zu ihm:

14   Ich habe Dankopfer für mich heute bezahlt für meine Gelübde.
3.Mose 3,3.4

15   Darum bin herausgegangen, dir zu begegnen, dein Angesicht zu suchen, und habe dich gefunden.

16   Ich habe mein Bett schön geschmückt mit bunten Teppichen aus Ägypten.

17   Ich habe mein Lager mit Myrrhe, Aloe und Zimt besprengt.

18   Komm, laß und buhlen bis an den Morgen und laß und der Liebe pflegen.

19   Denn der Mann ist nicht daheim; er ist einen fernen Weg gezogen.

20   Er hat den Geldsack mit sich genommen; er wird erst aufs Fest wieder heimkommen.

21   Sie überredete ihn mit vielen Worten und gewann ihn mit ihrem glatten Munde.

22   Er folgt ihr alsbald nach, wie ein Ochse zur Fleischbank geführt wird, und wie zur Fessel, womit man die Narren züchtigt,

23   bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel zum Strick eilt und weiß nicht, daß es ihm sein Leben gilt.

24   So gehorchet mir nun, meine Kinder, und merket auf die Rede meines Mundes.

25   Laß dein Herz nicht weichen auf ihren Weg und laß dich nicht verführen auf ihrer Bahn.

26   Denn sie hat viele verwundet und gefällt, und sind allerlei Mächtige von ihr erwürgt.

27   Ihr Haus sind Wege zum Grab, da man hinunterfährt in des Todes Kammern.
Kap 2,18.19

Kapitel 8

Einladung und Verheißung der Weisheit

1  Ruft nicht die Weisheit, und die Klugheit läßt sich hören?
Kap 1,20-33

2   Öffentlich am Wege und an der Straße steht sie.

3   An den Toren bei der Stadt, da man zur Tür eingeht, schreit sie:

4   O ihr Männer, ich schreie zu euch und rufe den Leuten.

5   Merkt, ihr Unverständigen, auf Klugheit und, ihr Toren, nehmt es zu Herzen!

6   Höret, denn ich will reden, was fürstlich ist, und lehren, was recht ist.

7   Denn mein Mund soll die Wahrheit reden, und meine Lippen sollen hassen, was gottlos ist.

8   Alle Reden meines Mundes sind gerecht; es ist nichts Verkehrtes noch falsches darin.

9   Sie sind alle gerade denen, die sie verstehen, und richtig denen, die es annehmen wollen.
MENGE = sie sind sämtlich zutreffend für den Verständigen und richtig für die, welche Erkenntnis erlangt haben.

10   Nehmet an meine Zucht lieber denn Silber, und die Lehre achtet höher denn köstliches Gold.
Kap 3,14

11   Denn Weisheit ist besser als Perlen; und alles, was man wünschen mag, kann ihr nicht gleichen.

12   Ich, Weisheit, wohne bei der Klugheit und weiß guten Rat zu geben.

13   Die Furcht JAHWEHS haßt das Arge, die Hoffart, den Hochmut und bösen Weg; und ich bin feind dem verkehrten Mund.
Kap 6,12-19

14   Mein ist beides, Rat und Tat; ich habe Verstand und Macht.

15   Durch mich regieren die Könige und setzen die Ratsherren das Recht.
Kap 16,12; Pred 10,16

16   Durch mich herrschen die Fürsten und alle Regenten auf Erden.

17   Ich liebe, die mich lieben; und die mich frühe suchen, finden mich.

18   Reichtum und Ehre ist bei mir, währendes Gut und Gerechtigkeit.

19   Meine Frucht ist besser denn Gold und feines Gold und mein Ertrag besser denn auserlesenes Silber.

20   Ich wandle auf dem rechten Wege, auf der Straße des Rechts,

21   daß ich wohl versorge, die mich lieben, und ihre Schätze vollmache.

22   VOR 1866 => JAHWEH hat mich gehabt im Anfang seiner Wege; ehe er etwas machte, war ich da.
SCHLACHTER 2000 => JAHWEH besaß mich am Anfang seines Weges, ehe er etwas machte, vor aller Zeit..
Hiob 28,27

23   Ich bin eingesetzt von Ewigkeit, von Anfang, vor der Erde.

24   Da die Tiefen noch nicht waren, da war ich schon geboren, da die Brunnen noch nicht mit Wasser quollen.

25   Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hügeln war ich geboren,

26   da er die Erde noch nicht gemacht hatte und was darauf ist, noch die Berge des Erdbodens.

27   Da er die Himmel bereitete, war ich daselbst, da er die Tiefe mit seinem Ziel faßte.
Hiob 26,10

28   Da er die Wolken droben festete, da er festigte die Brunnen der Tiefe,

29   da er dem Meer das Ziel setzte und den Wassern, daß sie nicht überschreiten seinen Befehl, da er den Grund der Erde legte:
Hiob 38,10.11; Ps 104,9

30   da war ich der Werkmeister bei ihm und hatte meine Lust täglich und spielte vor ihm allezeit

Spr8,31 VOR 1866 => Und spielte auf seinem Erdboden UND MEINE LUST IST BEI DEN MENSCHENKINDERN.
5.Mose 33,3

32   So gehorchet mir nun, meine Kinder. Wohl denen, die meine Wege halten!

33   Höret die Zucht und werdet weise und lasset sie nicht fahren.

34   Wohl dem Menschen, der mir gehorcht, daß er wache an meiner Tür täglich, daß er warte an den Pfosten meiner Tür.

35   Wer mich findet, der findet das Leben und wird Wohlgefallen von JAHWEH erlangen.
Kap 3,2

36   Wer aber an mir sündigt, der verletzt seine Seele. Alle, die mich hassen, lieben den Tod.

Kapitel 9

Freundlicher Ruf der Weisheit

1  Die Weisheit baute ihr Haus und hieb sieben Säulen,

2   schlachtete ihr Vieh und trug ihren Wein auf und bereitete ihren Tisch
Matth 22,4

3   und sandte ihre Dirnen aus, zu rufen oben auf den Höhen der Stadt:

4   "Wer verständig ist, der mache sich hierher!", und zum Narren sprach sie:

5   "Kommet, zehret von meinem Brot und trinket den Wein, den ich schenke;

6   verlaßt das unverständige Wesen, so werdet ihr leben, und gehet auf dem Wege der Klugheit."
Kap 1,22

7   Wer den Spötter züchtigt, der muß Schande auf sich nehmen; und wer den Gottlosen straft, der muß gehöhnt werden.

8   Strafe den Spötter nicht, er haßt dich; strafe den Weisen, der wird dich lieben.
Kap 23,9

9   Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

Spr9,10 VOR 1866 => DIE WEISHEIT ANFANG IST JAHWEHS FURCHT UND DER VERSTAND LEHRT, WAS HEILIG IST.
Kap 1,7

11   Denn durch mich werden deiner Tage viel werden und werden dir der Jahre des Lebens mehr werden.
Kap 3,2.16

12   Bist du weise, so bist du dir weise; bist du ein Spötter, so wirst du es allein tragen.

Warnung vor der Lockung der Torheit

13   Es ist aber ein törichtes, wildes Weib, voll Schwätzens, und weiß nichts;

14   die sitzt in der Tür ihres Hauses auf dem Stuhl, oben in der Stadt,

15   zu laden alle, die vorübergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln:

16   "Wer unverständig ist, der mache sich hierher!", und zum Narren spricht sie:

17   "Die gestohlenen Wasser sind süß, und das verborgene Brot schmeckt wohl."
Kap 20,17

18   Er weiß aber nicht, daß daselbst Tote sind und ihre Gäste in der tiefen Grube.

Kapitel 10

Segen der Gerechtigkeit, Unsegen der Sünde

1  Dies sind die Sprüche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters Freude; aber ein törichter Sohn ist seiner Mutter Grämen.
Kap 15,20; 17,21.25

2   Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vor dem Tode.

3   JAHWEH läßt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er stößt aber weg der Gottlosen Begierde.
Ps 37,19.25

4   Lässige Hand macht arm; aber der Fleißigen Hand macht reich.
Kap 6,6-11; 12,24.27; 19,15; 28,19

5   Wer im Sommer sammelt, der ist klug; wer aber in der Ernte schläft, wird zu Schanden.

6   Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen.

7   Das Gedächtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen Name wird verwesen.
Hiob 18,17; Ps 9,6

8   Wer weise von Herzen ist nimmt die Gebote an; wer aber ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.

9   Wer unschuldig lebt, der lebt sicher; wer aber verkehrt ist auf seinen Wegen, wird offenbar werden.

10   Wer mit Augen winkt, wird Mühsal anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.
Kap 6,13

11   Des Gerechten Mund ist ein Brunnen des Lebens; aber den Mund der Gottlosen wird ihr Frevel überfallen.
V. 31; Kap 13,14

12   Haß erregt Hader; aber Liebe deckt zu alle Übertretungen.
1.Petr 4,8

13   In den Lippen des Verständigen findet man Weisheit; aber auf den Rücken der Narren gehört eine Rute.

14   Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem Schrecken.

15   Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die Armut blöde.
Kap 18,11

16   Der Gerechte braucht sein Gut zum Leben; aber der Gottlose braucht sein Einkommen zur Sünde.
Luk 16,19

17   Die Zucht halten ist der Weg zum Leben; wer aber der Zurechtweisung nicht achtet, der bleibt in der Irre.

18   Falsche Mäuler bergen Haß; und wer verleumdet, der ist ein Narr.

19   Wo viel Worte sind, da geht's ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen hält, ist klug.

20   Des Gerechten Zunge ist köstliches Silber; aber der Gottlosen Herz ist wie nichts.

21   Des Gerechten Lippen weiden viele; aber die Narren werden an ihrer Torheit sterben.

22   Der Segen JAHWEHS macht reich ohne Mühe.
Ps 127,2

23   Ein Narr treibt Mutwillen und hat dazu noch seinen Spott; aber der Mann ist weise, der aufmerkt.

24   Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen; und was die Gerechten begehren, wird ihnen gegeben.
Kap 1,27; Ps 37,4

25   Der Gottlose ist wie ein Wetter, das vorübergeht und nicht mehr ist; der Gerechte aber besteht ewiglich.

26   Wie der Essig den Zähnen und der Rauch den Augen tut, so tut der Faule denen, die ihn senden.

27   Die Furcht JAHWEHS mehrt die Tage; aber die Jahre der Gottlosen werden verkürzt.
Kap 9,11; 14,27

28   Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen Hoffnung wird verloren sein.
Ps 9,19; Hiob 8,13

29   Der Weg JAHWEHS ist des Frommen Trotz; aber die Übeltäter sind blöde.
Kap 3,26

30   Der Gerechte wird nimmermehr umgestoßen; aber die Gottlosen werden nicht im Lande bleiben.
Ps 112,6; Kap 2,22

31   Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber die Zunge der Verkehrten wird ausgerottet.
V. 11; Ps 37,30

32   Die Lippen der Gerechten lehren heilsame Dinge; aber der Gottlosen Mund ist verkehrt.

Kapitel 11

Glück des Frommen, Unglück des Bösen

1  Falsche Waage ist JAHWEH ein Greuel; aber völliges Gewicht ist sein Wohlgefallen.
Kap 16,11; 20,10; 3.Mose 19,35

2   Wo Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Weisheit ist bei den Demütigen.
Kap 16,18; 18,12

3   Unschuld wird die Frommen leiten; aber die Bosheit wird die Verächter verstören.
Ps 52,7

4   Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tod.
Kap 10,2

5   Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose wird fallen durch sein gottloses Wesen.

6   Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verächter werden gefangen in ihrer Bosheit.

7   Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist seine Hoffnung verloren und das Harren des Ungerechten wird zunichte.
Kap 10,28

8   Der Gerechte wird aus seiner Not erlöst, und der Gottlose kommt an seine Statt.
Kap 21,18; Jes 43,3

9   Durch den Mund des Heuchlers wird sein Nächster verderbt; aber die Gerechten merken's und werden erlöst.

10   Eine Stadt freut sich, wenn's den Gerechten wohl geht; und wenn die Gottlosen umkommen, wird man froh.

11   Durch den Segen der Frommen wird eine Stadt erhoben; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie zerbrochen.
Kap 28,12; 29,2

12   Wer seinen Nächsten schändet, ist ein Narr; aber ein verständiger Mann schweigt still.

13   Ein Verleumder verrät, was er heimlich weiß; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt es.

14   Wo nicht Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viel Ratgeber sind, da geht es wohl zu.

15   Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben hütet, ist sicher.
Kap 6,1.2

16   Ein holdselig Weib erlangt Ehre; aber die Tyrannen erlangen Reichtum.

17   Ein barmherziger Mann tut sich selber Gutes; aber ein unbarmherziger betrübt auch sein eigen Fleisch.

18   Der Gottlosen Arbeit wird fehlschlagen; aber wer Gerechtigkeit sät, das ist gewisses Gut.

19   Gerechtigkeit fördert zum Leben; aber dem Übel nachjagen fördert zum Tod.
Kap 19,23

20   JAHWEH hat Greuel an den verkehrten Herzen, und Wohlgefallen an den Frommen.

21   Den Bösen hilft nichts, wenn sie auch alle Hände zusammentäten; aber der Gerechten Same wird errettet werden.

22   Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Haarband.
Kap 31,30

23   Der Gerechten Wunsch muß doch wohl geraten, und der Gottlosen Hoffen wird Unglück.
V. 7

24   Einer teilt aus und hat immer mehr; ein anderer kargt, da er nicht soll, und wird doch ärmer.

25   Die Seele, die da reichlich segnet, wird gelabt; wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden.
Kap 19,17

26   Wer Korn innehält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, der es verkauft.

27   Wer da Gutes sucht, dem widerfährt Gutes; wer aber nach Unglück ringt, dem wird's begegnen.

28   Wer sich auf seinen Reichtum verläßt, der wird untergehen; aber die Gerechten werden grünen wie ein Blatt.
Ps 52,9.10

29   Wer sein eigen Haus betrübt, der wird Wind zum Erbteil haben; und ein Narr muß ein Knecht des Weisen sein.

30   Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und ein Weiser gewinnt die Herzen.
Kap 3,18; 15,4

31   So der Gerechte auf Erden leiden muß, wie viel mehr der Gottlose und der Sünder!
1.Petr 4,17.18

Kapitel 12

Weisheit und Torheit

1  Wer sich gern läßt strafen, der wird klug werden; wer aber ungestraft sein will, der bleibt ein Narr.
Kap 13,1.18

2   Wer fromm ist, der bekommt Trost von JAHWEH; aber ein Ruchloser verdammt sich selbst.

3   Ein gottlos Wesen fördert den Menschen nicht; aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben.
V. 12

4   Ein tugendsam Weib ist eine Krone ihres Mannes; aber eine böse ist wie Eiter in seinem Gebein.
Kap 31,10-31

5   Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber die Anschläge der Gottlosen sind Trügerei.
1.K￶n 12,6-19

6   Der Gottlosen Reden richten Blutvergießen an; aber der Frommen Mund errettet.

7   Die Gottlosen werden umgestürzt und nicht mehr sein; aber das Haus der Gerechten bleibt stehen.
Kap 10,25; Hiob 8,13-19

8   Eines weisen Mannes Rat wird gelobt; aber die da tückisch sind, werden zu Schanden.

9   Wer gering ist und wartet des Seinen, der ist besser, denn der groß sein will, und des Brotes mangelt.

10   Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; aber das Herz der Gottlosen ist unbarmherzig.
2.Mose 23,5

11   Wer seinen Acker baut, der wird Brot die Fülle haben; wer aber unnötigen Sachen nachgeht, der ist ein Narr.
Kap 28,19

12   Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der Gerechten wird Frucht bringen.
V. 3

13   Der Böse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgeht der Angst.

14   Viel Gutes kommt dem Mann durch die Frucht des Mundes; und dem Menschen wird vergolten, nach dem seine Hände verdient haben.
R￶m 2,6

15   Dem Narren gefällt seine Weise wohl; aber wer auf Rat hört, der ist weise.

16   Ein Narr zeigt seinen Zorn alsbald; aber wer die Schmach birgt, ist klug.

17   Wer wahrhaftig ist, der sagt frei, was recht ist; aber ein falscher Zeuge betrügt.

18   Wer unvorsichtig herausfährt, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge der Weisen ist heilsam.
Kap 13,3

19   Wahrhaftiger Mund besteht ewiglich; aber die falsche Zunge besteht nicht lange.

20   Die, so Böses raten, betrügen; aber die zum Frieden raten, schaffen Freude.

21   Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Gottlosen werden voll Unglück sein.

22   Falsche Mäuler sind JAHWEH ein Greuel; die aber treulich handeln, gefallen ihm wohl.
Kap 6,17

23   Ein verständiger Mann trägt nicht Klugheit zur Schau; aber das Herz der Narren ruft seine Narrheit aus.
Kap 29,11

24   Fleißige Hand wird herrschen; die aber lässig ist, wird müssen zinsen.
Kap 10,4

25   Sorge im Herzen kränkt, aber ein freundliches Wort erfreut.
Kap 16,24

26   Der Gerechte hat's besser denn sein Nächster; aber der Gottlosen Weg verführt sie.

27   Einem Lässigen gerät sein Handel nicht; aber ein fleißiger Mensch wird reich.
V. 24

28   Auf dem Wege der Gerechtigkeit ist Leben, und auf ihrem gebahnten Pfad ist kein Tod.

Kapitel 13

Weises und törichtes Verhalten

1  Ein weiser Sohn läßt sich vom Vater züchtigen; aber ein Spötter gehorcht der Strafe nicht.
Kap 1,8; 12,1

2   Die Frucht des Mundes genießt man; aber die Verächter denken nur zu freveln.
Kap 12,14

3   Wer seinen Mund bewahrt, der bewahrt sein Leben; wer aber mit seinem Maul herausfährt, der kommt in Schrecken.
Kap 12,18; 21,23

4   Der Faule begehrt und kriegt's doch nicht; aber die Fleißigen kriegen genug.
Kap 10,4

5   Der Gerechte ist der Lüge feind; aber der Gottlose schändet und schmäht sich selbst.

6   Die Gerechtigkeit behütet den Unschuldigen; aber das gottlose Wesen bringt zu Fall den Sünder.

7   Mancher ist arm bei großem Gut, und mancher ist reich bei seiner Armut.
Matth 5,3; Offb 2,9; 3,17

8   Mit Reichtum kann einer sein Leben erretten; aber ein Armer hört kein Schelten.

9   Das Licht der Gerechten brennt fröhlich; aber die Leuchte der Gottlosen wird auslöschen.
Kap 24,20; Hiob 5,14; 18,5.6.18

10   Unter den Stolzen ist immer Hader; aber Weisheit ist bei denen, die sich raten lassen.
Kap 28,25; 1,5

11   Reichtum wird wenig, wo man's vergeudet; was man aber zusammenhält, das wird groß.

12   Die Hoffnung, die sich verzieht, ängstet das Herz; wenn's aber kommt, was man begehrt, das ist wie ein Baum des Lebens.

13   Wer das Wort verachtet, der verderbt sich selbst; wer aber das Gebot fürchtet, dem wird's vergolten.

14   Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, zu meiden die Stricke des Todes.
Kap 10,11; 14,27

15   Feine Klugheit schafft Gunst; aber der Verächter Weg bringt Wehe.

16   Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Narr aber breitet Narrheit aus.
Kap 12,23; 15,2

17   Ein gottloser Bote bringt Unglück; aber ein treuer Bote ist heilsam.

18   Wer Zucht läßt fahren, der hat Armut und Schande; wer sich gerne strafen läßt, wird zu ehren kommen.
Kap 12,1

19   Wenn's kommt, was man begehrt, das tut dem Herzen wohl; aber das Böse meiden ist den Toren ein Greuel.

20   Wer mit den Weisen umgeht, der wird weise; wer aber der Narren Geselle ist, der wird Unglück haben.

21   Unglück verfolgt die Sünder; aber den Gerechten wird Gutes vergolten.

22   Der Gute wird vererben auf Kindeskind; aber des Sünders Gut wird für den Gerechten gespart.
Kap 14,14; 19; 28,8; Pred 2,26

23   Es ist viel Speise in den Furchen der Armen; aber die Unrecht tun, verderben.

24   Wer seine Rute schont, der haßt seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald.
Kap 22,15

25   Der Gerechte ißt, daß sein Seele satt wird; der Gottlosen Bauch aber hat nimmer genug.
Ps 34,11

Kapitel 14

Weisheit im menschlichen Leben

1  Durch weise Weiber wird das Haus erbaut; eine Närrin aber zerbricht's mit ihrem Tun.

2   Wer JAHWEH fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn; wer ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.

3   Narren reden tyrannisch; aber die Weisen bewahren ihren Mund.

4   Wo nicht Ochsen sind, da ist die Krippe rein; aber wo der Ochse geschäftig ist, da ist viel Einkommen.

5   Ein treuer Zeuge lügt nicht; aber ein Falscher Zeuge redet frech Lügen.

6   Der Spötter sucht Weisheit, und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht.

7   Gehe von dem Narren; denn du lernst nichts von ihm.

8   Das ist des Klugen Weisheit, daß er auf seinen Weg merkt; aber der Narren Torheit ist eitel Trug.

9   Die Narren treiben das Gespött mit der Sünde; aber die Frommen haben Lust an den Frommen.

10   Das Herz kennt sein eigen Leid, und in seine Freude kann sich kein Fremder mengen.

11   Das Haus der Gottlosen wird vertilgt; aber die Hütte der Frommen wird grünen.
Hiob 18,14; Kap 12,7

12   Es gefällt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode.

13   Auch beim Lachen kann das Herz trauern, und nach der Freude kommt Leid.

14   Einem losen Menschen wird's gehen wie er handelt; aber ein Frommer wird über ihn sein.

15   Ein Unverständiger glaubt alles; aber ein Kluger merkt auf seinen Gang.

16   Ein Weiser fürchtet sich und meidet das Arge; ein Narr aber fährt trotzig hindurch.

17   Ein Ungeduldiger handelt töricht; aber ein Bedächtiger haßt es.

18   Die Unverständigen erben Narrheit; aber es ist der Klugen Krone, vorsichtig handeln.
Eph 5,15

19   Die Bösen müssen sich bücken vor dem Guten und die Gottlosen in den Toren des Gerechten.

20   Einen Armen hassen auch seine Nächsten; aber die Reichen haben viele Freunde.
Kap 19,4.7

21   Der Sünder verachtet seinen Nächsten; aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt!
Ps 41,2

22   Die mit bösen Ränken umgehen, werden fehlgehen; die aber Gutes denken, denen wird Treue und Güte widerfahren.

23   Wo man arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgeht, da ist Mangel.
Kap 10,4

24   Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Torheit der Narren bleibt Torheit.

25   Ein treuer Zeuge errettet das Leben; aber ein falscher Zeuge betrügt.
Kap 12,17

26   Wer JAHWEH fürchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmt.
Kap 18,10

27   Die Furcht JAHWEHS ist eine Quelle des Lebens, daß man meide die Stricke des Todes.
Kap 13,14

28   Wo ein König viel Volks hat, das ist seine Herrlichkeit; wo aber wenig Volks ist, das macht einen Herrn blöde.

29   Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, der offenbart seine Torheit.
Kap 16,32; 19,11

30   Ein gütiges Herz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in den Gebeinen.
Kap 12,4

31   Wer dem Geringen Gewalt tut, der lästert desselben Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott.
Kap 17,5; 19,17

32   Der Gottlose besteht nicht in seinem Unglück; aber der Gerechte ist auch in seinem Tod getrost.

33   Im Herzen des Verständigen ruht Weisheit, und wird offenbar unter den Narren.

34   Gerechtigkeit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.

35   Ein kluger Knecht gefällt dem König wohl; aber einem schändlichen Knecht ist er feind.
1.Mose 41,38

Kapitel 15

Heil und Unheil

1  Eine linde Antwort stillt den Zorn; aber ein hartes Wort richtet Grimm an.
V. 18; 1.K￶n 12,13.16

2   Der Weisen Zunge macht die Lehre lieblich; der Narren Mund speit eitel Narrheit.
Kap 12,23

3   Die Augen JAHWEHS schauen an allen Orten beide, die Bösen und die Frommen.

4   Ein heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lügenhafte macht Herzeleid.

5   Der Narr lästert die Zucht seines Vaters; wer aber Strafe annimmt, der wird klug werden.
V. 32; Kap 13,1

6   In des Gerechten Haus ist Guts genug; aber in dem Einkommen des Gottlosen ist Verderben.

7   Der Weisen Mund streut guten Rat; aber der Narren Herz ist nicht richtig.

8   Der Gottlosen Opfer ist JAHWEH ein Greuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm angenehm.
V. 29; Kap 21,27; 28,9; 1.Mose 4,4.5; Jes 1,11.15; Luk 18,9-14

9   Der Gottlosen Weg ist JAHWEH ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.
Kap 11,20

10   Den Weg verlassen bringt böse Züchtigung, und wer Strafe haßt, der muß sterben.
Kap 10,17; 29,1

11   Hölle und Abgrund ist vor JAHWEH; wie viel mehr der Menschen Herzen!
Hiob 26,6; Ps 139,8; Jer 17,10

12   Der Spötter liebt den nicht, der ihn straft, und geht nicht zu den Weisen.
Kap 9,8; 13,1

13   Ein fröhlich Herz macht ein fröhlich Angesicht; aber wenn das Herz bekümmert ist, so fällt auch der Mut.
V. 15

14   Ein kluges Herz handelt bedächtig; aber der Narren Mund geht mit Torheit um.

15   Ein Betrübter hat nimmer einen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein täglich Wohlleben.
V. 13; Kap 17,22

16   Es ist besser ein wenig mit der Furcht JAHWEHS denn großer Schatz, darin Unruhe ist.
Kap 16,8; 17,1; Ps 37,16

17   Es ist besser ein Gericht Kraut mit Liebe, denn ein gemästeter Ochse mit Haß.

18   Ein zorniger Mann richtet Hader an; ein Geduldiger aber stillt den Zank.
V. 1; Kap 26,21; 29,22

19   Der Weg des Faulen ist dornig; aber der Weg des Frommen ist wohl gebahnt.
Kap 24,30.31

20   Ein weiser Sohn erfreut den Vater, und ein törichter Mensch ist seiner Mutter Schande.
Kap 10,1

21   Dem Toren ist die Torheit eine Freude; aber ein verständiger Mann bleibt auf dem rechten Wege.

22   Die Anschläge werden zunichte, wo nicht Rat ist; wo aber viel Ratgeber sind, bestehen sie.
Kap 11,14

23   Es ist einem Manne eine Freude, wenn er richtig antwortet; und ein Wort zu seiner Zeit ist sehr lieblich.

24   Der Weg des Lebens geht überwärts für den Klugen, auf daß er meide die Hölle unterwärts.

25   JAHWEH wird das Haus des Hoffärtigen zerbrechen und die Grenze der Witwe bestätigen.

26   Die Anschläge des Argen sind JAHWEH ein Greuel; aber freundlich reden die Reinen.

27   Der Geizige verstört sein eigen Haus; wer aber Geschenke haßt, der wird leben.
Ps 15,5

28   Das Herz des Gerechten ersinnt, was zu antworten ist; aber der Mund der Gottlosen schäumt Böses.

29   JAHWEH ist fern von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet erhört er.
V. 8; Joh 9,31

30   Freundlicher Anblick erfreut das Herz; eine gute Botschaft labt das Gebein.
Kap 25,25

31   Das Ohr, das da hört die Strafe des Lebens, wird unter den Weisen wohnen.

32   Wer sich nicht ziehen läßt, der macht sich selbst zunichte; wer aber auf Strafe hört, der wird klug.
V. 5

33   Die Furcht JAHWEHS ist Zucht und Weisheit; und ehe man zu Ehren kommt, muß man zuvor leiden.
Kap 1,7; 18,12

Kapitel 16

Gott sieht auf des Menschen Tun

1  Der Mensch setzt sich's wohl vor im Herzen; aber von JAHWEH kommt, was die Zunge reden soll.

2   Einem jeglichen dünken seine Wege rein; aber JAHWEH wägt die Geister.
Kap 21,2

3   Befiehl JAHWEH deine Werke, so werden deine Anschläge fortgehen.
Ps 37,5

4   JAHWEH macht alles zu bestimmtem Ziel, auch den Gottlosen für den bösen Tag.

5   Ein stolzes Herz ist JAHWEH ein Greuel und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie gleich alle aneinander hängen.
Kap 11,21

6   Durch Güte und Treue wird Missetat versöhnt, und durch die Furcht JAHWEHS meidet man das Böse.

7   Wenn jemands Wege JAHWEH wohl gefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden.
1.Mose 31,24; 33,4

8   Es ist besser ein wenig mit Gerechtigkeit denn viel Einkommen mit Unrecht.
Kap 15,16

9   Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber JAHWEH allein gibt, daß er fortgehe.
Kap 19,21

10   Weissagung ist in dem Munde des Königs; sein Mund fehlt nicht im Gericht.

11   Rechte Waage und Gewicht ist von JAHWEH; und alle Pfunde im Sack sind seine Werke.
Kap 11,1

12   Den Königen ist Unrecht tun ein Greuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron befestigt.
Kap 20,28; 25,5; 29,14

13   Recht raten gefällt den Königen; und wer aufrichtig redet, wird geliebt.

14   Des Königs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn versöhnen.
Kap 20,2

15   Wenn des Königs Angesicht freundlich ist, das ist Leben, und seine Gnade ist wie ein Spätregen.
Kap 19,12

16   Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser als Gold; und Verstand haben ist edler als Silber.
Kap 3,14; 8,10.11.19

17   Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer seinen Weg bewahrt, der erhält sein Leben.

18   Wer zu Grunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall.
Kap 18,12

19   Es ist besser niedrigen Gemüts sein mit den Elenden, denn Raub austeilen mit den Hoffärtigen.

20   Wer eine Sache klüglich führt, der findet Glück; und wohl dem, der sich auf JAHWEH verläßt!

21   Ein Verständiger wird gerühmt für einen weisen Mann, und liebliche Reden lehren wohl.

22   Klugheit ist wie ein Brunnen des Lebens dem, der sie hat; aber die Zucht der Narren ist Narrheit.
Kap 13,14; 14,27

23   Ein weises Herz redet klug und lehrt wohl.

24   Die Reden des Freundlichen sind Honigseim, trösten die Seele und erfrischen die Gebeine.
Kap 12,25

25   Manchem gefällt ein Weg wohl; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.
Kap 14,12

26   Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigen Maul.
Kap 18,7

27   Ein loser Mensch gräbt nach Unglück, und in seinem Maul brennt Feuer.

28   Ein verkehrter Mensch richtet Hader an, und ein Verleumder macht Freunde uneins.
Kap 6,14.19

29   Ein Frevler lockt seinen Nächsten und führt ihn auf keinen guten Weg.
Kap 1,10-14

30   Wer mit den Augen winkt, denkt nichts Gutes; und wer mit den Lippen andeutet, vollbringt Böses.
Kap 6,13

31   Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der Gerechtigkeit gefunden wird.
Kap 20,29

32   Ein Geduldiger ist besser denn ein Starker, und der seines Mutes Herr ist, denn der Städte gewinnt.
Kap 14,29

33   Das Los wird geworfen in den Schoß; aber es fällt, wie JAHWEH will.

Kapitel 17

Weisheit und Torheit im Reden

1  Es ist ein trockner Bissen, daran man sich genügen läßt, besser denn ein Haus voll Geschlachtetes mit Hader.
Kap 15,16.17; 16,8

2   Ein kluger Knecht wird herrschen über unfleißige Erben und wird unter den Brüdern das Erbe austeilen.

3   Wie das Feuer Silber und der Ofen Gold, also prüft JAHWEH die Herzen.
Ps 66,10

4   Ein Böser achtet auf böse Mäuler, und ein Falscher gehorcht den schädlichen Zungen.

5   Wer des Dürftigen spottet, der höhnt desselben Schöpfer; und wer sich über eines andern Unglück freut, der wird nicht ungestraft bleiben.
Kap 14,31

6   Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre Väter.
Ps 128,6

7   Es steht einem Narren nicht wohl an, von hohen Dingen reden, viel weniger einem Fürsten, daß er gern lügt.

8   Wer zu schenken hat, dem ist's ein Edelstein; wo er sich hin kehrt, ist er klug geachtet.

9   Wer Sünde zudeckt, der macht Freundschaft; wer aber die Sache aufrührt, der macht Freunde uneins.

10   Schelten bringt mehr ein an dem Verständigen denn hundert Schläge an dem Narren.

11   Ein bitterer Mensch trachtet, eitel Schaden zu tun; aber es wird ein grimmiger Engel über ihn kommen.

12   Es ist besser, einem Bären begegnen, dem die Jungen geraubt sind, denn einem Narren in seiner Narrheit.

13   Wer Gutes mit Bösem vergilt, von dessen Haus wird Böses nicht lassen.
Ps 109,5

14   Wer Hader anfängt, ist gleich dem, der dem Wasser den Damm aufreißt. Laß du vom Hader, ehe du drein gemengt wirst.

15   Wer den Gottlosen gerechtspricht und den Gerechten verdammt, die sind beide JAHWEH ein Greuel.
Jes 5,23

16   Was soll dem Narren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, so er doch ein Narr ist?

17   Ein Freund liebt allezeit, und als ein Bruder wird er in Not erfunden.
Kap 18,24

18   Es ist ein Narr, der in die Hand gelobt und Bürge wird für seinen Nächsten.
Kap 6,1

19   Wer Zank liebt, der liebt Sünde; und wer seine Türe hoch macht, ringt nach Einsturz.

20   Ein verkehrtes Herz findet nichts Gutes; und der verkehrter Zunge ist, wird in Unglück fallen.

21   Wer einen Narren zeugt, der hat Grämen; und eines Narren Vater hat keine Freude.
Kap 10,1

22   Ein fröhlich Herz macht das Leben lustig; aber ein betrübter Mut vertrocknet das Gebein.
Kap 15,13.15

23   Der Gottlose nimmt heimlich gern Geschenke, zu beugen den Weg des Rechts.

24   Ein Verständiger gebärdet sich weise; ein Narr wirft die Augen hin und her.
Kap 4,25

25   Ein törichter Sohn ist seines Vaters Trauern und Betrübnis der Mutter, die ihn geboren hat.
V. 21

26   Es ist nicht gut, daß man den Gerechten schindet, noch den Edlen zu schlagen, der recht handelt.

27   Ein Vernünftiger mäßigt seine Rede; und ein verständiger Mann ist kaltes Muts.
Kap 10,19; Jak 1,19

28   Ein Narr, wenn er schwiege, wurde auch für weise gerechnet, und für verständig, wenn er das Maul hielte.
Hiob 13,5

weiter: SPRÜCHE Kapitel 18 bis 31
 












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