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So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Gäste ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und GOTTES Hausgenossen. Matthäus 12,35b.36 - Schlachter 2000
Schon Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg standen sich die beiden Mächte Amerika und Italien gegenüber, und es wurde immer schwieriger, die Staatsbürgerschaft zwischen beiden Ländern zu wechseln.
So verbot eine von der italienischen Regierung von Benito Mussolini kurz vor Kriegsbeginn veröffentlichte Verordnung den Italienern, in die USA auszuwandern.
Zwei Männer einer italienischen Stadt hatten jedoch in Amerika gelebt und wollten dorthin zurückkehren. Der eine war ein reicher Bankier. Als junger Mann war er nach Amerika ausgewandert und hatte Karriere gemacht. Aber um die amerikanische Staatsbürgerschaft hatte er sich nie gekümmert. Alle seine Bemühungen beim amerikanischen Konsulat, in die USA zurückkehren zu dürfen, waren zwecklos, weil er kein Amerikaner war.
Der andere war ein einfacher Bauer. Nur wenige Jahre hatte er in Amerika gelebt. Aber er war Amerikaner geworden, und als er seine Papiere vorzeigte, durfte er aus Italien ausreisen.
In der für uns unsichtbaren Welt gibt es auch zwei Mächte: das Reich GOTTES und das Reich Satan. Die meisten wissen gar nicht, dass ein Reich GOTTES existiert. Darum soll die Botschaft von diesem Reich in der ganzen Welt verkündigt werden (Matthäus 24,14).
Wer sich für die “Staatsbürgerschaft” im Reich GOTTES entscheidet, erlebt, dass Satan ihn nicht “ausreisen” lassen will. Ohne Christus sind wir in diesem Kampf gegen Satan machtlos. Doch wie erlangt man das Bürgerrecht für das Reich GOTTES? Dieses Bürgerrecht erhalten wir, weil Christus zwischen GOTT und den Menschen Frieden gemacht hat, und alle, die fern von GOTT lebten, zum Vater kommen dürfen. Wenn wir uns dem König aller Könige übergeben, geschieht in uns ein Regierungswechsel. Unser Herz wird ein Teil des Reiches GOTTES, und Christus regiert in uns. Dann gilt für uns das Wort Jesu: “Das Reich GOTTES ist mitten unter euch.” (Lukas 17,21) “So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Gäste ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und GOTTES Hausgenossen.” (Epheser 2,19)
von Kurt Selchow, Oktober 2006 - Zitat aus: Andachtsbuch 2006, Saatkorn-Verlag, Abt. Advent-Verlag, Lüneburg
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Wenn du deinen Fuß von der Entheiligung des Sabbats zurückhältst, daß du deine Geschäfte nicht treibst an meinem heiligen Tag, sondern den Sabbat eine Wonne und den heiligen Tag des HERRN verehrungswürdig nennst und ihn dadurch ehrst, daß du nicht deine Gänge an ihm abmachst, nicht deine Geschäfte treibst und leeres Geschwätz führst: dann wirst du deine Lust am HERRN haben, und ich will dich auf den Höhen der Erde einherfahren lassen und will dir das Erbe deines Vaters Jakob zu genießen geben; denn der Mund des HERRN hat es zugesagt.
Jesaja 58,13.14 - Hermann Menge
Und Jesus sprach zu ihm (dem Gesetzesgelehrten): “Du sollst den HERRN, deinen GOTT, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken.” Das ist das erste und größte Gebot. Matthäus 22,37.38 - Schlachter 2000
”Ich fühlte mich, obgleich ich als untadeliger Mönch lebte, vor GOTT als ein von Gewissensqualen verfolgter Sünder, und da ich nicht darauf vertrauen konnte, dass GOTT durch meine Buße versöhnt sei, liebte ich nicht, sondern hasste vielmehr den gerechten, die Sünden bestrafenden GOTT.” So beschrieb Dr. Martin Luther sein Verhältnis zu GOTT, bevor er verstehen lernte, was mit “Gerechtigkeit durch den Glauben” gemeint ist, von der Paulus im Römerbrief schreibt. “... nämlich die Gerechtigkeit GOTTES durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle (kommt), die glauben.” (Römer 3,22) Luther schrieb rückblickend: “Nun fühlte ich mich geradezu wie neu geboren und glaubte durch weit geöffnete Tore in das Paradies eingetreten zu sein.” In seiner Begeisterung über diese Entdeckung fügte er das Wort “allein” ein, obwohl es im griechischen Text nicht steht. Er wollte dem Bibelleser deutlich machen: Nicht durch Werke wirst du vor GOTT gerecht, allein der Glaube ist dazu in der Lage. Gerechtigkeit ist ein unverdientes Geschenk GOTTES. Luther weiter: “Und je heftiger ich bisher das Wort ’Gerechtigkeit GOTTES’ gehasst hatte, mit um so süßerer Liebe hob ich nun das gleiche Wort über andere empor, und so hat mir jene Stelle bei Paulus in der Tat die Pforten des Himmels erschlossen.”
 Für manche Gläubige besteht dieses Problem auch heute noch. GOTTES Wort sagt: “Du sollst GOTT lieben!” Für uns ist Liebe eine Sache des Gefühls und hängt oft von Äußerlichkeiten ab. Nun aber wird uns Liebe “befohlen”. Kann
und darf man die befehlen? Was für eine Liebe wird das sein? - Lieben wir GOTT? Ich denke, dass wir damit manchmal Schwierigkeiten haben. Da stehen die Forderungen GOTTES, die wir nicht erfüllen können. Wir denken, dass GOTTES Liebe zu uns von unserem Gehorsam abhängt. Und so quälen wir uns wie Luther mit “unerfüllbaren” Forderungen ab.
Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern, die ihn baten, ihnen den “Vater” zu zeigen: “Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen.” (Johannes 14,9) Wenn wir Jesu barmherziges Handeln mit den Menschen betrachten, können wir erkennen, wie GOTT ist. Er ist die Liebe. Er liebt ohne Vorbedingungen. Wir dürfen unser Unvermögen zu lieben nicht mit der vollkommenen Liebe GOTTES vergleichen. Wenn wir GOTTES Liebe verstanden haben, ist das “Du sollst lieben ...” kein Befehl, sondern ein Bedürfnis.
von Günter Lentzsch, Oktober 2006 - Zitat aus: Andachtsbuch 2006, Saatkorn-Verlag, Abt. Advent-Verlag, Lüneburg
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Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von GOTT sind. Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.
Daran sollt ihr den Geist GOTTES erkennen: Ein jeglicher Geist, der bekennt, daß Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von GOTT.
Und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennt, daß Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist nicht von GOTT. Und das ist der Geist des Antichrists, von welchem ihr gehört habt, daß er kommen werde und ist jetzt schon in der Welt.
1. Johannes 4,1-3
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Denn das Wort GOTTES ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist; sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Hebräer 4,12 - Schlachter 2000
Die eindrucksvolle Szene hat schon Generation gestandener Protestanten begeistert: Hier das einsame “Mönchlein” aus Wittenberg, da Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Deutscher Nation, seinerzeit der mächtigste Herrscher des Abendlandes und nicht nur in diesem Fall Herr über Leben und Tod. Doch weder der versammelte Prunk eines Weltreiches noch die Drohung der ultimativen Verurteilung vermochten ihn zu schrecken, den Dr. Martin Luther, denn: “Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. GOTT helfe mir.” Ganz so heroisch ist es in Wahrheit nicht gewesen, damals in Worms. Auch er hat gelitten und gekämpft, gezögert und gezweifelt. Erst ganz zum Schluss kam der Bekennermut, und dieser kam nicht aus eigner Kraft. Aber das Fundament des Wort Gottes war so stark, dass es den Mann aus Wittenberg ein ganzes Leben lang trug.
“Hier stehe ich!” Auf dieser Basis hob er (nicht nur) die theologische Welt aus den Angeln, entdeckte das Evangelium ganz neu und eröffnete dadurch Millionen von Menschen neue Lebens- und Glaubenshorizonte. Und GOTTES Wort wurde vielen so wertvoll, dass sie bereit waren, für dieses Buch wirklich alles zu geben.
“Hier stehe ich!” Ich weiß nicht, ob das alles wiederholbar wäre. Aber Glaubenstreue und Standfestigkeit sind bis heute nicht aus der Mode gekommen, auch wenn es manchmal so scheint. Und Menschen, die GOTTES Wort hoch halten, sind heute gefragter denn je - Menschen wir Martin Luther, die wissen, wo sie stehen, und gerade deshalb Flexibilität nicht fürchten.
Er kannte die Wahrheit - und liebte den Disput. Er klammerte sich an Christus - und verstand, gut zu leben. Er brauchte die Stille im “Kämmerlein” - aber er kannte auch die Themen, die in der Welt “dran” waren und scheute sich nicht, den Menschen “aufs Maul zu schauen”, wenn es dem Evangelium nützlich war.
Wir können nicht alle wie Martin Luther sein. Aber lernen könnten wir von ihm, wenn es darum geht, ganz bewusst und konkret mit GOTTES Wort zu leben. Wer nämlich auf dem Fundament dieses lebendigen und kräftigen Wortes steht, kann unverkrampft leben und glauben, mitten in der Welt, weil er weiß, wer und was ihn letztlich hält und trägt. Und das allein ist es, was wirklich zählt!
von Friedhelm Klingeberg, Oktober 2006 - Zitat aus: Andachtsbuch 2006, Saatkorn-Verlag, Abt. Advent-Verlag, Lüneburg
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Bewusste Sabbatheiligung
Unser himmlischer Vater möchte, daß die Menschen ihn durch das Befolgen des Sabbatgebots im Gedächtnis bewahren. Er möchte, daß der Sabbat uns auf ihn als den wahren und lebendigen GOTT hinweist und wir dadurch, daß wir Ihn erkennen, Leben und Frieden haben. – 6T, 349 (1900)
Die ganze Woche hindurch sollen wir den Sabbat im Auge behalten und Vorbereitungen treffen, ihn dem Gebot entsprechend zu halten. Wir sollen den Sabbat nicht nur halten, weil es angeordnet ist. Wir sollen seinen geistlichen Bezug zu allen Bereichen des Lebens erkennen ... Wenn der Sabbat auf diese Weise im Gedächtnis behalten wird, kann das Vergängliche nicht unser geistliches Leben behindern. Keine der Pflichten, die zu den sechs Werktagen gehören, werden dann auf den Sabbat gelegt. – 6T, 353.354 (1900)
Die Lebensbedürfnisse müssen beachtet, die Kranken versorgt und die Bedürftigen unterstützt werden. Wer es am Sabbat unterlässt, Leidenden zu helfen, wird nicht als unschuldig gelten können. Der Sabbat wurde für den Menschen geschaffen. Werke der Barmherzigkeit stehen in voller Übereinstimmung mit seiner Bestimmung. GOTT will nicht, dass seine Geschöpfe auch nur eine Stunde lang von Schmerzen geplagt werden, die am Sabbat oder einem anderen Tag gelindert werden können. – DA, 207/LJ, 192 (1898)
Zitat aus: “Christus kommt bald” von Ellen G. White, S. 57
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